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Salzgitter Kaufgelegenheit 08.12.2008
Heibel-Ticker
Berlin (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Heibel-Ticker" sehen bei der Aktie von Salzgitter (ISIN DE0006202005 / WKN 620200) eine Kaufgelegenheit.
Salzgitter sei in den DAX aufgestiegen. In den nächsten Tagen würden die Experten daher einige Käufe von Fonds und Zertifikaten erwarten, die den DAX abbilden würden: Sie müssten nun die Salzgitter-Aktien im entsprechenden Verhältnis im Portfolio haben.
Davon abgesehen gehe es zurzeit recht turbulent zu im Stahlsektor: Der Welthandel sei zum Stillstand gekommen, Probleme bei der Finanzierung der Exporte würden dazu führen, dass Stahl auf Halde produziert werde.
Seit diesem Sommer sei der Preis für den Transport von Containern auf den Weltmeeren eingebrochen wie nie zuvor. Die Experten seien schon mehrfach darauf eingegangen: Die Akkreditivabwicklung stocke. Wenn Salzgitter Stahl nach China liefern solle, dann verlange das Unternehmen eine Bankgarantie, dass die Ware nach Lieferung auch bezahlt werde. Diese Garantie stelle die chinesische Bank für ihren dortigen Kunden, den Stahlkäufer, aus und schicke sie nach Deutschland. Damit könne sich Salzgitter bei seiner Bank einen Kredit einräumen lassen.
Aufgrund der angespannten Situation auf den Finanzmärkten seien die Banken derzeit aber nicht so einfach gewillt, Kredite auf irgendwelche chinesischen Papiere zu geben. Also werde der Stahl von Salzgitter auch noch nicht geliefert, und so würden die Containerschiffe derzeit leer herumfahren.
Das Konjunkturprogramm von China werde nun langsam umgesetzt und die Experten würden denken, die Nachfrage werde schon bald wieder anziehen. Gleichzeitig hätten wir hier in Deutschland weitreichende Garantien für unsere Banken, die Chinesen hätten ähnliche Garantien ausgesprochen, sodass sich die internationalen Banken schon bald wieder gegenseitig vertrauen würden. Aber vorerst bleibe es dabei: Stahl werde auf Halde produziert und das bedeute nicht nur schwindende Gewinne, sondern sogar extreme Lagerkosten und damit schon bald Verluste.
Darüber hinaus habe Klöckner vor Problemen in der Stahlbranche gewarnt. Klöckner sei kein Stahlproduzent, sondern handle nur damit. Für Klöckner sei es vorteilhaft, wenn der Stahlpreis kurzfristig in den Keller rausche, denn dann könne man sich ganz gut damit eindecken. Vor diesem Hintergrund würden die Experten die Aussage Klöckners skeptisch sehen.
Die Übernahme von Rio Tionto durch BHP Billiton sei geplatzt, damit seien nun doch keine steigenden Preise im Kohlesegment zu fürchten. Da Salzgitter eine Menge Kohle verbrauche, um Eisen zu stählern, sei diese geplatzte Übernahme sehr vorteilhaft für das Unternehmen.
Also: Stillstand im Welthandel, Klöckner-Warnung und geplatzte Übernahme - das seien die drei Faktoren, die in den vergangenen Tagen für eine starke Volatilität in der Salzgitter Aktie gesorgt hätten. Diese Woche stehe noch die Entscheidung der US-Regierung über Hilfen für die Big 3 aus Detroit, die drei großen Autokonzerne, an. Auch von dort aus könne es nochmals zu negativen Auswirkungen für den Stahlmarkt kommen, falls keine Hilfsmittel fließen würden.
Salzgitter habe eine Eigenkapitalquote von 48%. Das sei absolut spitze, damit sei das Unternehmen bestens für die Krise gerüstet.
Die Experten von "Heibel-Ticker" sehen den derzeitigen Ausverkauf bei der Salzgitter-Aktie also als Kaufgelegenheit. (Ausgabe 48 vom 05.12.2008) (08.12.2008/ac/a/d) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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